Outputorientierung in der Wissenschaft

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Wissenschaftsmanagement 2022

Nicht intendierte Folgen der Governance- und Managemententwicklung im akademischen Feld

DR. ALEXANDER LENGER
IST SEIT OKTOBER 2019 PROFESSOR FÜR SOZIOLOGIE AN DER KATHOLISCHEN HOCHSCHULE FREIBURG.

Das Hochschulwesen unterliegt seit einigen Jahren einem fundamentalen Transformationsprozess in Richtung einer zunehmenden Governance- und Managemententwicklung. Die Rede ist von einer „Ökonomisierung der Wissenschaft“ (Weingart 2008), die einen sogenannten „Akademischen Kapitalismus“ (Münch 2011) hat entstehen lassen. Mit diesen Begriffen wird suggeriert, dass die ökonomische Funktionslogik im Sinne eines Kosten/Nutzen-Kalküls und rationaler Entscheidungsfindung zunehmend im Bereich der Wissenschaft Einzug hält und dass sich ein „kapitalistischer Geist“ (Boltanski/Chiapello 2006) in der Wissenschaft nicht zuletzt aufgrund einer steigenden Ressourcenknappheit und Ressourcenabhängigkeit der Wissenschaft von der Wirtschaft manifestiert. Diese Entwicklung wird von den beteiligten Wissenschaftler:innen zunehmend in ihren wissenschaftlichen Ethos und ihre Karriereüberlegungen integriert und in der Folge als legitime Ordnung anerkannt. Insofern richtet sich der Blick in besonderer Weise auf die Ökonomisierung der Hochschulen sowie die entsprechenden Folgen für die beteiligten Nachwuchswissenschaftler:innen und Professor:innen.

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